MEINS
MEINS ist ein Workshop, der auf die individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen eingehen wird. Es ist keine Potenzialanalyse – eignungsdiagnostische Element sind nicht vorhanden. Es geht um MICH, es geht um
Meinen Weg zum Abitur
Meine Ziele
Meine Möglichkeiten
Meine Herausforderungen
Meine Stärken
Meine Schwächen
Die Zielgruppe ist klar zu definieren, es ist die gymnasiale Oberstufe, also SchülerInnen (ca. Klasse 10–12), der Workshop dauert 240 Minuten. Wenn jemand keine Vorstellung von seiner Zukunft hat, dann kann ein Eignungstest „Mein Weg“ sein, um das für mich herauszufinden. Ein solcher Eignungstest findet aber nicht im Rahmen dieses Workshops statt.
Das Ziel ist, dass die SchülerInnen eine klare Vorstellung von sich und ihrer Zukunft erhalten, faktenorientiert, nicht bloß wünschenswert.
So wird anhand eines „Zeitstrahls“ erarbeitet, wann was überhaupt passiert und passieren muss.
So werden die eigenen schulische Ziele einmal klar ausformuliert und anhand derer auch realistischen Wege über das Abitur hinausgeplant. Ein Eignungstest kann ein Meilenstein auf dem Weg zum ABitur sein.
Dabei spielen Meine Motivation, Meine Lernstrategien, Meine Selbstorganisation, Mein Verständnis der Möglichkeiten nach dem Abitur, Meine Träume, Meine Maßnahmen, Meine Zielerreichung eine Rolle. Es gibt einen klaren Zeitplan.
Über 22.000 Studiengänge, knapp 1.200 duale Studienmöglichkeiten und ca. 350 Ausbildungsberufe und Ausbildungsberufe mit Zusatzqualifikation stellen die Schüler und auch häufig die Eltern vor Probleme in der beruflichen oder akademischen Orientierung. Auch das große Angebot an Möglichkeiten für ein Übergangsjahr soll transparent für die TeilnehmerInnen erklärt werden. Die Teilnahme ist freiwillig.
Durch die Teilnahme an dieser Maßnahme erhalten die Anwärter ein strukturiertes Beratungsangebot für die Wahl des Studiums oder einer Ausbildung, Tipps für die weitere Informationsbeschaffung und Details für ihren Berufswunsch.
Jede/r TeilnehmerIn erstellt zu Beginn einen individuellen Zeitstrahl, der dann mit jedem erstellt wird.
Mit jedem/r SchülerIn wird der momentane Notenschnitt errechnet und es werden Maßnahmen besprochen und Ziele definiert.
Mit jedem/r SchülerIn wird ein FSJ, eine Ausbildung, ein duales Studium und ein Studium exemplarisch durchgesprochen, damit die möglichen Modelle wirklich klar und verstanden sind.
Basis ist dann eine Postkorbübung, die jeder Schüler durchläuft. Eine Postkorbübung ist eine realitätsnahe Simulationsaufgabe, bei der Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Dokumenten („Posteingang“) in begrenzter Zeit bearbeiten müssen. Ihr Zweck in der Oberstufe ist es, fachliche, methodische und persönliche Kompetenzen gezielt zu fördern, die unabänderlich mit einer bewussten Studien- und Berufswahl verbunden sind.
Die Übung hat den Zweck:
- Förderung von Entscheidungs- und Problemlösekompetenz
Die Lernenden müssen Informationen sichten, priorisieren und angemessene Entscheidungen treffen. Dabei geht es nicht nur um „richtig oder falsch“, sondern um das begründete Abwägen verschiedener Optionen.
- Training von Zeitmanagement
Da die Aufgaben unter Zeitdruck bearbeitet werden, lernen Schülerinnen und Schüler, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und ihre Arbeitszeit effektiv einzuteilen.
- Entwicklung von Organisationsfähigkeit
Die Vielzahl an Mails, Briefen, Notizen oder Anfragen erfordert strukturiertes Vorgehen. Die Lernenden üben, Ordnung in komplexe Informationsmengen zu bringen.
- Förderung kommunikativer Kompetenzen
Oft müssen Antworten formuliert, Gespräche vorbereitet oder Entscheidungen schriftlich begründet werden. Dadurch werden Ausdrucksfähigkeit und adressatengerechte Kommunikation trainiert.
- Vorbereitung auf Studium und Beruf
Postkorbübungen sind ein klassisches Element von Assessment-Centern, z. B. bei Unternehmen wie Deutsche Bahn oder Siemens. In der Oberstufe dienen sie daher auch der Berufsorientierung und vermitteln praxisnahe Kompetenzen.
- Förderung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen in der Simulation häufig eine Rolle (z. B. Teamleitung oder Projektverantwortliche) und lernen, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen.
Die Postkorbübung dient dazu, komplexe Handlungssituationen realitätsnah zu simulieren. Sie verbindet Fachwissen mit Schlüsselkompetenzen wie Organisation, Entscheidungsfähigkeit, Kommunikation und Zeitmanagement – Fähigkeiten, die für Abitur, Studium und Berufsleben gleichermaßen wichtig sind. Die Auswertung des Postkorbs typisiert die SchülerInnen und gibt klare Handlungsempfehlungen für die Arbeitsweise in Schule und auch Berufs- und Studienorientierung.
Alle SchülerInnen verlassen den Workshop mit konkreten Handlungsempfehlungen für ihre Studien- bzw. Berufswahl und einer Vereinbarung nächster Schritte (z. B. inhaltliche Vertiefung einer Studienrichtung, gemeinsam erarbeitete konkrete Vorschläge zur Verbesserung einer Zensur etc.). Die werden in zwei Folgeworkshops, die online stattfinden vertieft.
MEINS schließt mit den beiden besprochenen Folgeworkshops nicht ab, sondern leitet sofort auch an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit weiter.
Alle Bausteine werden durch Arbeitsblätter begleitet, die digital oder paper-based zur Verfügung gestellt werden können.
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