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Künstliche Intelligenz und Studienwahl

Was ChatGPT bei der Studienwahl leistet – und wo es aufhört

Fast alle Jugendlichen nutzen inzwischen künstliche Intelligenz. Wer heute wissen will, was nach der Schule kommt, fragt zuerst dort. Das halten wir für vernünftig, und wir raten niemandem davon ab.

Sinnvoller ist die Frage, wofür sich das eignet und wofür nicht.

  • 91 % der 12- bis 19-Jährigen nutzen künstliche Intelligenz JIM-Studie 2025, mpfs
  • 90 % der 16- bis 19-Jährigen haben ChatGPT schon genutzt JIM-Studie 2025, mpfs
  • 28 % der Bachelorstudierenden brechen ihr Studium ab DZHW, letzte Berechnung 2022

Abgrenzung

Was kostenlos zu haben ist – und was nicht

Die Grenze verläuft nicht zwischen Mensch und Maschine. Sie verläuft zwischen Auskunft und Einschätzung.

Dafür sollten Sie kein Beratungshonorar zahlen

  • Auskunft über Studiengänge und Berufsbilder
  • Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsfristen
  • eine erste Ideensammlung
  • der Vergleich zweier Hochschulen
  • die Rohfassung eines Motivationsschreibens

Das war früher ein Teil unserer Arbeit. Es ist heute keiner mehr, und wir stellen es auch nicht in Rechnung.

Dafür gibt es uns

  • eine Messung, die unabhängig von der Selbsteinschätzung ist
  • Widerspruch, wenn ein Plan nicht trägt
  • das Gespräch, in dem auch die Eltern gehört werden
  • ein Ergebnis, das in einer Familie ernst genommen wird
  • Rückfragen bis zum 15. Juli des Abschlussjahres

Das lässt sich nicht auslagern – weil es nicht aus Information besteht, sondern aus Messung, Widerspruch und Gespräch.

Wo es aufhört

  • Ein Sprachmodell misst nicht, es spiegelt

    Es kennt Ihre Fähigkeiten nur aus Ihrer eigenen Beschreibung. Wer sich falsch einschätzt – und das ist der Normalfall, weil man Begabungen, die einem leichtfallen, für selbstverständlich hält –, bekommt die eigene Fehleinschätzung bestätigt zurück. Ein standardisiertes Testverfahren erhebt Werte, die unabhängig von der Selbstauskunft sind.

  • Ein Sprachmodell widerspricht ungern

    Es ist darauf ausgelegt, hilfreich zu antworten. Zu sagen, dass ein Plan nicht trägt, gehört zu unserer Arbeit – es ist der unangenehme Teil und oft der wertvollste.

  • Ein Sprachmodell sitzt nicht mit am Tisch

    Für rund sieben von zehn Jugendlichen sind die Eltern die wichtigsten Ratgeber in dieser Frage, und genau dort verläuft häufig auch der Konflikt. Ein gemeinsames Gespräch, in dem beide Seiten gehört werden und am Ende eine Entscheidung steht, lässt sich nicht auslagern.

  • Ein Chatverlauf verpflichtet zu nichts

    Ein Ergebnis, das erarbeitet und persönlich besprochen wurde, wird in einer Familie anders ernst genommen als ein Text, den man um Mitternacht auf dem Telefon gelesen hat.

Woher die Überforderung kommt

Nicht die Antworten sind knapp geworden, sondern die Übersicht. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich vom Informationsangebot überfordert.

vor zwanzig Jahren

9.600 Studiengänge

heute

22.000 Studiengänge, dazu über 1.800 duale Studiengänge und rund 330 anerkannte Ausbildungsberufe

Das Problem ist längst kein Mangel an Information. Es ist die Frage, was davon zu Ihnen passt.

Wie wir es halten

Wir nutzen diese Werkzeuge selbst, dort wo sie Arbeit abnehmen. Sie ersetzen aber nicht die Messung, nicht den Widerspruch und nicht das Gespräch. Genau dafür gibt es uns.

Wie die Messung aussieht, steht unter FIBIDO – die Stärken-Schwächen-Analyse. Wie eine einzelne Begleitung abläuft und was sie kostet, unter Ablauf und Kosten.

Dasselbe gilt für die kostenlosen Verfahren neben der KI – Check-U, Berufswahlpass, Berufsberatung. Was sie leisten und wo sie aufhören, steht unter Check-U, Berufswahlpass – und wofür man dann noch zahlt.

Ein erstes Gespräch kostet Sie zwanzig Minuten und verpflichtet zu nichts.

Quellen

Zahlen zur KI-Nutzung: JIM-Studie 2025, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, erschienen im November 2025. Befragt wurden 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren im Juni und Juli 2025.

Studienabbruch: DZHW-Brief 05/2022, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Berechnet auf Basis des Absolventenjahrgangs 2020; die Quoten beziehen sich auf Studienanfänger mit deutscher Staatsangehörigkeit der Jahrgänge 2016 und 2017. Es ist die zuletzt veröffentlichte Berechnung – das DZHW erhebt sie im Abstand mehrerer Jahre.

Studiengänge: Hochschulrektorenkonferenz, Wintersemester 2025/26. Duale Studiengänge und Ausbildungsberufe: Bundesinstitut für Berufsbildung.

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