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Das Verfahren

FIBIDO – Stärken-Schwächen-Analyse

FIBIDO steht für Freiwillige Individuelle Berufsorientierung In Der Oberstufe. Das erste Wort ist das wichtigste: Es nimmt teil, wer will. Was danach passiert, ist in vier Schritten immer gleich – und im Ergebnis für jeden anders.

Es geht nicht nur darum, Stärken zu finden. Es geht darum, sie zu entwickeln.

Das Hauptziel der Stärken-Schwächen-Analyse  ist eine vorausschauende Planung der „Nach-Schulzeit“ und die Einbindung der Eltern in diesen Prozess. Das funktioniert seit zwanzig Jahren, Schulen evaluieren das sogar peinlichst genau. Obwohl an ganz vielen Schulen, ganz viel passiert, ist das Ergebnis ernüchternd, wie die Jugendbefragungen der Bertelsmann-Stiftung zeigen. Viele Schülerinnen und Schüler sind, um es mit ihrem eigenen Wort zu sagen, schlicht „lost“.

Eltern und Schüler geben dazu deutliche Rückmeldungen, einige davon stehen unten auf dieser Seite. Wichtig ist, dass es zwischen den Bundesländern große Unterschiede gibt – bis hin zur Länge der Oberstufe. Welche das im Einzelnen sind, steht im Ländervergleich; wir berücksichtigen sie bei jeder Planung. Die Landesprogramme selbst sind wichtig, um Berufs- und Studienorientierung überhaupt zu initiieren. Genauso gilt es, die Vergleichbarkeit der Abiturnoten im Blick zu haben. Die Kultusministerkonferenz hat dazu im Juni 2024 eine neue Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe beschlossen: Die Rahmenbedingungen der Qualifikationsphase werden bundesweit angeglichen, und die Länder dürfen künftig nur noch zwei oder drei Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau anbieten statt bisher zwei bis vier. Gelten wird das spätestens für den Jahrgang, der 2027 in die Einführungsphase eintritt und 2030 Abitur macht.

Junge Menschen, die heute nach dem Abitur oder der mittleren Reife den Wunsch hegen, ein Studium oder eine Ausbildung aufzunehmen, haben die Möglichkeit, sich schlau zu machen über ihre späteren Chancen. Diese hängen auch mit den Ausbildungs- bzw. Studienrichtungen zusammen. Die Studenten können die Studienberatung in Anspruch nehmen oder im Bekannten- und Verwandtenkreis nachfragen. Die meisten von ihnen wissen wahrscheinlich ohnehin, dass z. B. Mathematik- und Physiklehrer seit Jahren besonders begehrt sind und auch in Zukunft sein werden oder dass die Berufsaussichten für Architekten besonders schlecht sind.

Überprüfung des Berufswunsches

Umso wichtiger ist es daher, den Anwärtern für ein Studium und eine Ausbildung schon vorher ein strukturiertes Beratungsangebot zu machen, bei dem sie ihren Berufswunsch überprüfen. Vorher schon darüber nachzudenken, wie früh im Studium oder Ausbildung Mechanismen greifen, die neue Neigungen und Interessen entstehen lassen, können sich junge Menschen oft nicht vorstellen. Sie denken zu konkret und zu früh in Berufsbildern.
Dabei ist es nicht möglich vor Beginn eines Studiums zu sagen, in welchem Berufsbild jemand später arbeiten wird. Das ist nicht einmal bei einem Lehramtsstudium sicher.

Außerdem stehen die Schulabgänger vor dem Problem, dass die Zahl der Möglichkeiten nach dem Abschluss rasant wächst. Über 22.000 Studiengänge (vor 20 Jahren waren es 9.600), über 1.800 duale Studiengänge und rund 330 anerkannte Ausbildungsberufe stellen die Schüler vor schier unüberwindbare Probleme in der beruflichen oder akademischen Orientierung.

Das Hauptproblem der Studien- und Berufsorientierung ist häufig die mangelnde Informationsbeschaffung bei Schülern, Studierenden und Auszubildenden im Vorfeld ihrer Entscheidung für einen Studien- oder Ausbildungszweig.
Dabei ist es wichtig, in den drei Säulen, die sich den Schülern nach der Schule bieten bestimmte Querschnittsfunktionen zu kennen.

Querschnittsinformationen

Drei Wege, dieselben sieben Fragen

Egal, welchen Weg jemand nach der Schule einschlägt – die Informationen, die er dafür braucht, sind in allen drei Fällen dieselben. Wer sie einmal beschafft hat, kann die Wege überhaupt erst vergleichen.

  • Studium
  • Duales Studium
  • Berufliche Ausbildung
  1. Was studieren oder arbeiten?
  2. Zugangsvoraussetzungen
  3. Berufsbilder
  4. Berufsaussichten
  5. Bewerbungsverfahren
  6. Wahl der Hochschule oder des Unternehmens
  7. Ausbildungs- und Studieninhalte

Diese Informationsbeschaffung leiten wir an, wir erklären den Teilnehmern genau, wie sie an die Informationen kommen. Wenn Sie diese Informationen kennen, gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit der Frage: Was kommt nach der Schule oder dem Studienabbruch?

Klare Analyse der eigenen Stärken und Schwächen

Seit Jahren unternehmen Schulen und Berufsberatungen in allen Schulformen mit großem Aufwand Projekte, um diesen Missstand zu beheben. Die Stärken-Schwächen-Analyse (FIBIDO) unterstützt dabei. Mit ihr werden die persönlichen und auch fachlichen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler analysiert, um die Testergebnisse dann anschließend mit den Schülern und Eltern zu besprechen. In dem Testverfahren werden die Fähigkeiten im rechnerischen, sprachlichen, fremdsprachlichen, kreativen, räumlichen, naturwissenschaftlichen und logischen Denken eruiert. Außerdem müssen die Schüler in Gruppenübungen soziale Kompetenzen zeigen, dazu gehören Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Organisationsvermögen etc.

In dem abschließenden, individuellen Gespräch werden die Schüler dann sowohl das Testergebnis als auch ihre Pläne und Vorstellungen hinsichtlich des Berufseinstiegs oder Studienbeginns mit den Beratern besprechen. In diesem individuellen Feedbackgespräch werden auch Empfehlungen für ein Studium oder eine Ausbildung gegeben, es werden persönliche und fachliche Verbesserungspotenziale benannt und Trainingsmaßnahmen angesprochen.

Es geht nicht nur um die Analyse von Potenzialen, von Stärken und Schwächen. Es geht vor allem auch um die Entwicklung dieser Potenziale. Da leiten wir die Personen, die mit uns zusammenarbeiten, gezielt an.

FIBIDO ist eines von zwei Formaten, die wir an Schulen anbieten. Das andere ist der Workshop MEINS – dort geht es nicht um Messung, sondern um Planung. Familien, die den Weg einzeln gehen wollen, finden ihn unter Einzelberatungen.

Und die Frage, die uns inzwischen an jedem Elternabend gestellt wird – ob ein Sprachmodell das nicht auch könne –, beantworten wir unter Was ChatGPT bei der Studienwahl leistet.

Sehr gerne stehen wir Ihnen bis zum 15. Juli Ihres Schulabschlussjahres für weitere Fragen dann kostenlos als Ansprechpartner zur Verfügung. Danach fallen für unsere Dienstleistung jedoch Kosten an. Das sollte Sie also in die Pflicht nehmen, frühzeitig Ihre Planung voranzutreiben.

Wie eine Analyse abläuft

Vier Schritte, verteilt über mehrere Termine. Dazwischen liegt Zeit – Entscheidungen dieser Größe brauchen sie.

  1. Das Testverfahren

    Geprüft werden Fähigkeiten im rechnerischen, sprachlichen, fremdsprachlichen, kreativen, räumlichen, naturwissenschaftlichen und logischen Denken. Sieben Bereiche, keine Momentaufnahme: Das Verfahren ist darauf ausgelegt, Tagesform zu verzeihen.

  2. Die Gruppenübungen

    Was in Einzeltests nicht sichtbar wird, zeigt sich in der Gruppe: Teamfähigkeit, Problemlösung, Organisation. Wir beobachten, wie jemand arbeitet, nicht nur was am Ende herauskommt.

  3. Die Auswertung

    Aus Testergebnis und Beobachtung entsteht ein Bild – mit Stärken, mit Schwächen und mit dem, was sich entwickeln lässt. Kein Ergebnisblatt, sondern eine Beschreibung.

  4. Das Gespräch mit Eltern

    Der wichtigste Termin. Schüler, Eltern und Berater sitzen an einem Tisch: Ergebnis, eigene Pläne, Empfehlungen für Studium oder Ausbildung, benannte Verbesserungsfelder. Hier fällt zusammen, was sonst nebeneinanderher läuft.

Was Teilnehmende sagen

  • Sehr überzeugt hat mich das Beratungsgespräch. Es wurde sich viel Zeit genommen – dadurch sind mir meine weiteren Schritte klarer geworden.

    Teilnehmerin Dezember 2017
  • Die Beratung von Herrn Thimm hat zu einer guten Studienwahl geführt. Wir haben konkrete fachliche Infos erhalten, die bei der Entscheidung sehr geholfen haben.

    Eltern einer Teilnehmerin Juni 2017

Kontakt

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Schulen sprechen mit uns über einen Jahrgang, Familien über einen einzelnen Weg. Beides beginnt mit einem Anruf, der nichts kostet.

Quellen

Zahl der Studiengänge: Hochschulrektorenkonferenz, Wintersemester 2025/26. Duale Studiengänge und anerkannte Ausbildungsberufe: Bundesinstitut für Berufsbildung, Stand Februar 2024.

Zur Orientierungslage von Abiturientinnen und Abiturienten: Ausbildungsperspektiven 2024, Bertelsmann Stiftung.

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